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Herbert |
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Hallo Else,
erst einmal vielen lieben Dank für das Kompliment.
Was du schilderst, kann ich sehr gut nachvollziehen. Es ist nicht lange her, (diese Seite hier war gerade mal ein halbes Jahr alt und ich glaubte mich auf einen guten Weg) als ich aus dem nichts einen Herzinfarkt bekam. Es gibt einiges was ich als schlimmer oder schwerwiegender betrachte, doch war dieser einer von denen, die es in sich haben.
Noch auf dem Weg ins Krankenhaus musste ich reanimiert werden und die darauffolgende Nacht rang ich um mein Leben. Ich wusste nichts mehr von dieser Nacht bis zu dem Zeitpunkt, als ich ein Jahr später miterleben musste, wie meine Ex-Frau bei einer Chemotherapie zu ersticken drohte. Ich hielt sie eigentlich schon für tot, und plötzlich erinnerte ich mich teilweise daran, wie es mir in jener Nacht ergangen war.
Ganz zweifelsohne hatte ich Gründe zu klagen, was ich auch tat. Nichts war mehr von Bedeutung, alles stellte ich in Frage und im besonderem haderte ich mit Gott. Zum Werkzeug solle er sich machen wen er wollte, und mich selbst bezeichnete ich als bescheuert, sollte ich mir noch Gedanken zu seinem Werk machen.
So fiel ich in ein tiefes Loch wie ich es vorher nicht für möglich hielt und wusste mir keinen Rat mehr. In dieser Zeit war ich sehr froh um Susann die mir tapfer beigestanden hat.
Aber da gab es noch etwas: Ich hatte folgenden sehr intensiven Traum:
Ich sah einen großen rechteckigen Felsen im Gras liegen, uralt schien er zu sein und schon eine Ewigkeit hier zu liegen. Es war eine Schrift eingemeißelt, die ich jedoch nicht imstande war zu lesen und jemand las mir vor, was dort geschrieben stand:
„Was klagst du, es ist doch gar nichts passiert …nicht wahr, es ist doch so …du fürchtest um die Fülle meiner Gnade zu vergessen!“
Dieser Traum konnte zwar nicht verhindern, dass ich durch ein tiefes Tal schritt, doch hatte er maßgeblich Anteil daran, dass ich hier nicht allzu lange verweilte oder gar aufgab.
Ganz bestimmt ist dir einiges passiert, keine Frage und sollte auch das Gegenteil der Fall sein, bin nicht ich es, der es sagen sollte. Die Furcht um die Fülle der Gnade Gottes zu vergessen ist real und sie auszudrücken halte ich für durchaus angebracht.
Mir hat es deutlich vor Augen geführt, dass es niemals Gott ist der uns verlässt, niemals wird er uns seine Liebe entziehen und uns unseren Zweifeln überlassen.
Es hat mir auch deutlich vor Augen geführt, dass nach dem Zweifel der Vertrauensverlust und danach das Vergessen folgt.
Zu vergessen … hat bei mir gereicht mich ernst zu nehmen, mich auf den Weg zu machen und dieses Jammertal zu verlassen.
Vielleicht findet sich ja hier für dich der ein- oder anderen Denkanstoss, denn mehr kann es leider nicht sein.
Liebe Grüße und Gottes Segen Herbert
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| Beitrag vom 27.03.2007 - 13:27 |
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